Purean-Water

Ist ein großes und mächtiges Unternehmen, das vor 50 Jahren in Bayern gegründet wurde. Eine Investorengemeinschaft übernahm innerhalb von 12 Jahren Wasserversorger und Abwasser behandelnde Betriebe von Gemeinden überall im Freistaat.

In kurzer Zeit wurde ein Kreislaufsystem zur hochwertigen Aufbereitung von Abwasser zu Trinkwasser errichtet. Natürlich nicht ohne großzügige Fördergelder aus Deutschland und der EU sowie zahlreicher ökologischer Stiftungen abzugreifen.

Was PurW als Geschäftsmodell auf die Beine stellte, funktionierte nur aus 2 Gründen. Zum einen wurde die Grundwasserqualität in Deutschland immer schlechte. Überdüngte und anderweitig mit Schadstoffen belastete Böden spülten immer mehr Stoffe in das Grundwasser. Vielerorts mussten die Wasserversorger schon aufwändige Filteranlagen betreiben und dem geförderten Grundwasser diverse Stoffe beisetzen, damit es wenigstens nicht mehr gesundheitsschädlich war. Da kam vielen Gemeinden das Angebot von Purean-Water gerade recht. Kauften diese doch ein unprofitables Geschäft, das von den Kommunen und vom Bund, trotz Privatisierung, mitfinanziert wurde. Zum anderen hatte Purean-Water mehrere Patente auf eine Wasseraufbereitungsmethode, die sehr viel Energie benötigte, um zu funktionieren. Purean-Water brauchte sich aber durch die entstehenden Fusionskraftwerke darüber aber keine Gedanken mehr machen – Energie gab es quasi unendlich.

Purean-Water expandierte in den nächsten 3 Dekaden in der ganzen Bundesrepublik und auch ein wenig in andere EU Länder. Dabei ging die Geschäftsführung immer diplomatisch und vorsichtig vor und bot den wenigen Kritikern kaum Angriffsfläche.

Aktuelle beliefert Purean-Water ca. 79 % aller Haushalte in Deutschland mit Trinkwasser und betreibt zahlreiche lokale Trinkwasserabgabestellen in Flüchtlingssiedlungen und in Orten wo das Leitungssystem marode ist. Laut eigenen Angaben verwertet und recycelt PurW 82 % aller in Deutschland anfallenden Abwässer in ihren Anlagen.

Einzige nennenswerter Gegenspieler zu Purean-Water sind die Vereinigten Harzwasserwerke (VHWW) und Demetros. Die VHWW verfügen mit den Harzquellen über die saubersten Wasserquellen Deutschlands. Da sich aber das aufbereitete Wasser von PurW nicht für alle Herstellungsprozesse eignet, konzentrieren sich VHWW aber zunehmend auf industrielle Abnehmer, und hat sogar begonnen Versorgungsverträge an Purean-Water zu verkaufen. Demetros ist Betreiber einer ganzen Reihe von Klärwerken und Abwasserbehandlungsanlagen. Das Geschäft wird stark subventioniert und Demetros hat auch schon einige Skandale am Hals, meistens in Verbindung mit illegaler Verklappung bedenklicher Abfallstoffe.

Weder die Vereinigten Harzwasserwerke noch Demetros zählen zu den 20 großen Unternehmen Deutschlands.

Mitte der 2080er wechselte die Geschäftsführung von Purean-Water, seitdem bröckelt die Samariter Fassade stetig. Das Unternehmen nutzt seine Marktmacht aus und dreht an der Preisschraube. Verbraucher in allen sozialen Schichten bekommen seit mehreren Jahren spürbare Preiserhöhungen aufgedrückt. Vor allem die lokalen Ausgabestellen scheinen sich zu einer sprudelnden Geldquelle zu entwickeln. An diesen Ausgabestellen bekommt man Wasser gegen Euros, aber auch gegen Rationsmarken, die von den Kommunen an Bedürftige ausgegeben werden. Mit diesen Marken bekommt man eine Wochenration Trinkwasser und Purean-Water bekommt einen Eurobetrag für jede Rationsmarke von der Kommune ausgezahlt. PurW hat es geschafft relativ viele weiche Klauseln in die staatlichen Verträge einzubauen, die es ihnen erlauben wahlweise den Eurobetrag pro Marke zu erhöhen (was die Kommunen nicht wollen) oder die ausgegebene Wassermenge pro Marke zu reduzieren.

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